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...und schöne Grüße auch von Woody Allen...
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Halten auch Sie Woody Allen für den grössten Komödienregisseur bzw. -autor der letzten dreissig Jahre? > >Wenn ja, dann könnten sie an "Couchgeflüster" Gefallen finden - wobei die deutsche Bezeichnung wieder einmal ein trauriges Beispiel dafür bietet, wie man gekonnt am eigentlichen Originaltitel "Prime", sinngemäß "Blütezeit", vorbeisynchronisiert. Ausserdem sollte man hinzufügen, dass das filmische Endergebnis in Ansätzen eher einem Film entspräche, den Woody Allen mit Anfang 20 gedreht hätte... > >Nun heisst der Regisseur allerdings Ben Younger - der seine Geschichte ins New York unserer Zeit verlegt, in der sich die frisch geschiedene 37jährige Nichtjüdin Rafi in den 23jährigen Juden David verliebt. Damit der Spass kein Ende hat, befindet sie sich auch noch unbewussterweise bei dessen Mutter Dr. Metzger in therapeutischer Behandlung, der sie alle pikanten Einzelheiten ihrer neuesten Beziehung brühwarm offenbart. Unbewusst sowohl für Uma Thurman, wie auch für Meryl Streep, deren Sitzungen besonders in der englischen Originalfassung zu den absoluten Höhepunkten des Films zählen - vor allem, als Dr. Metzger dämmert, um wen es sich da bei der neuen Flamme handelt, von der Rafi mehr als zufriedengestellt wird. > >Was für die Amerikaner - vor allem für die Upper Class New Yorks relativ normal ist, nämlich einen eigenen "Shrink" zu haben, mag dem durchschnittlichen deutschen Komödienliebhaber eher suspekt erscheinen. Dasselbe mag für den Wohlstand gelten, der hier nicht nur von jüdischer Seite, sondern auch durch Rafis ausgesprochen abgehobenes Berufsbild und ihren künstlerisch wertvollen Freundeskreis repräsentiert wird. > >Das letztendlich kein "Gagfeuerwerk" gezündet wird, liegt an dem teilweise sehr jüdischen Humor. Den kann man lieben oder man fragt sich eben, was denn da gerade komisch war. Dabei gehören besonders die Erinnerungssequenzen an Davids "Bobbele" - seine Ur-Grossmutter - die mit der Pfanne bewaffnet versucht, sich den Realitäten ihres Ur-Enkels zu entledigen, zu den brillianten Momenten (Bestes Beispiel - Davids Flashback auf die Frage - "Glaubst Du eigentlich an Gott?"). > >Wer eine Liebeskomödie à la "Hitch" oder ähnliches erwartet, dem wird in diesem Film definitiv zu viel geredet (und kopuliert) - und den wird vor allem das wirklich gelungene - weil realistische Ende - enttäuschen. Wer eher die redegewandten Komödien des eingangs erwähnten Regisseurs mit dem grossen "A" am Anfang seines Nachnamens vergöttert, dem wird "Couchgeflüster" mit grosser Wahrscheinlichkeit ein paar köstliche Momente bescheren. Das war es dann aber auch schon...
Eine Rezension von EHZ "hiltifinger" Berlin
vom 29. Oktober 2006
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