Gewohnt gute Leistung der Thrash-Legende
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(TOP 500 REZENSENT)    Rezension bezieht sich auf: Hordes of Chaos (Audio CD) Auch wenn einige langjährige Fans der Ruhrpott-Thrasher anderer Meinung sein werden: "Hordes Of Chaos" ist nach "Violent Revolution" und "Enemy Of God" das dritte ausgezeichnete Album in Folge. Vor allem die musikalische Leistung der Band war in meinen Ohren nie besser und findet auf dem 2009er Output ihren vorläufigen Höhepunkt.

Der Titeltrack ist ein sehr guter, aggressiver und eingängiger Opener, der meiner Ansicht nach die besten Trademarks der Band vereint. Exzellente Gitarrenarbeit ist bei Kreator sowieso selbstverständlich, sodass der "Nekrolog für die Elite" auch Live gut ankommen dürfte. Danach folgen mit "Warcurse" (inklusive bestens umgesetzter Double-Bass-Attacken und gelungener Gitarrenleads) und "Escalation" (exzellente Rhythmus-Gitarren, eingängige Melodie nebst gutem Mitbrüll-Part) zwei Stücke, die es ebenfalls in sich haben und den Hörer geradezu überrollen. Anschließend lässt der Beginn von "Amok Run" mit dunklem Clean-Gesang aufhorchen - der beste Sänger ist Mille Petrozza offenkundig nicht, trotzdem passt es hier ganz gut und sorgt für Abwechslung. Nach diesem Einstieg nimmt der Song jedoch gehörig an Fahrt auf und wartet zwischen starken Midtempo-Parts mit aggressivem Vollgas-Gesang auf.

Eher schwach präsentieren sich lediglich "Destroy What Destroys You" (das von einem guten Finale gerade noch herausgerissen wird) und das an Slayer erinnernde "Absolute Misanthropy", das einfach nicht zünden will. Totalausfälle sind diese 2 Stücke aber keine, eher guter Durchschnitt, vor allem auf einer Platte wie dieser. Ähnlich ist es mit der schnellen Abrissbirne "Radical Resistance", die aber mit einem starken Finale, das sofort mitgesungen (mitgebellt?) werden kann, daherkommt.

Der Endspurt der CD macht mit dem Doppelschlag (durch ein kurzes Instrumental verbunden) "To The Afterborn" und "Demon Prince" erneut keine Gefangenen. Ersteres ist mein Favorit auf der Platte und kann mit Eingängigkeit trotz großer Härte punkten. Die Gitarrenarbeit erinnert stark an Maiden, das brutale Ende an Slayer. Ein Lied, das trotz des modernen Gesangs, der manche vielleicht abschrecken dürfte, absolut nichts zu wünschen übrig lässt. "Demon Prince" lässt am Beginn eher an Manowar denken, mutiert dann aber zu einem harten, abwechslungsreichen Thrasher, der eine sehr gute Platte angemessen beschließt.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Kreator mit "Hordes Of Chaos" wiederum ein sehr gutes Album gelungen ist, das die alten und neuen Stärken der Band vereint und technisch das bisherige Höchstniveau der Truppe präsentiert (auch der oft gescholtene Gesang geht meiner Ansicht nach in Ordnung). Rein von der technischen Seite kann man ebenfalls nichts bemängeln - im Gegenteil, der organische Sound ist eine erfrischende Abwechslung und lässt mehr Thrash-Gefühl aufkommen als so manche moderne Hochglanzproduktion. 5 Sterne für ein Klassealbum einer Band, die offenbar gerade einen zweiten Frühling erlebt.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 6. Februar 2009
Kundenrezensionen:
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