Queens of the Stone Age
von Queens of the Stone Age


 
Innovativer Robot Rock
• • • • •   (bewertet mit 5 von 5 Punkten)

Dies ist das erste Album der Erben von Kyuss unter Mastermind Josh Homme.
Der Grundstein für die Queens of the Stone Age wurde während der letzten Kyuss-Session 1995 in der Rancho de la Luna gelegt.
Während dieser letzten Session wurden drei Songs aufgenommen, die kaum noch in die Welt von Kyuss passten. Elektronische und blecherne Klänge und die ungewöhnlich hohe Stimme von Homme zeugten von einer gewaltigen Stiländerung. Dann lösten sich Kyuss auf.
1997 nahm Homme mit seinen Freunden die erste Desert Sessions-Platte auf. Neben vielen, eindeutig von den 60ern und 70ern angehauchten Songs befand sich ein Song -"Robotic Lunch"-, der die spätere erste Platte der QOtSA prägen sollte.
Mit diesen vier Songs erfand Homme fast eine komplett neue Stilrichtung.
Diese Stilrichtung dürfte sich Robot-Rock nennen und ist ein wesentlicher Bestandteil des ersten QOTSA-Albums.
Eine Beschreibung dieses Sounds gestaltet sich als schwierig, blecherne Gitarren und Riffs, die sich geradezu hypnotisierend oft wiederholen, gepaart mit schrägen hohen Gitarrentönen, diversen blubbernden Geräuschen und durch Synthesizer und Telefonen gesprochenen Stimmen. Sogar fließendes Wasser ist in einem Song zu hören. Dieses erste Album, welches 1998 in Los Angeles und in der Rancho aufgenommen und auch im selben Jahr veröffentlicht wurde, war ein Schritt in eine absolut neue experimentelle Richtung. Homme sang, wie bei der letzten Kyuss-Session, nun selbst, er spielte Gitarre, Carlo von Sexron (wer das wohl ist?) spielte den Bass und Alfredo Hernandez, der Ex-Kyuss-Drummer spielte Schlagzeug.
Auf dem Album befinden sich einige Ohrwürmer, wie "Avon", "If Only", das schräge "You Would Know" und das hypnotisierende "You can't quit me Baby", aber auch extrem rockige Songs, wie "Mexicola" oder "How to handle a Rope".
Zusammengehalten werden die knapp 50 Minuten Musik von einer nicht näher beschreibbaren Atmospäre. Der Schatten von Kyuss ist so gut wie nicht mehr vorhanden.
Das Album wurde -auch dank der vielen Kyuss-Fans- ein voller Erfolg. Die Band, die durch Nick Oliveri am Bass ergänzt wurde, spielte schon kurz nach ihrem Konzert in Seattle vor riesigen Menschenmassen auf Festivals und tourte daraufhin durch die USA und Europa.
Eine Rezension von "catamaran84"
vom 14. März 2005
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