Twelve
von Patti Smith


 
Rezensionen:
Fast zweitgleich veröffentlichen im Frühjahr 2007 zwei große Persönlichkeiten der Pop-Musik Alben mit Coversionen. Während der Roxy-Music-Frontmann aufDylanesquezumeist an den Originalen von Dylan scheitert, zeigt Patti Smith mitTwelve, dass es auch viel, viel besser geht. Fremde Songs gehörten schon immer in das Live-Programm der Punk-Poetin, aber gleich ein ganzes Album damit füllen? So überraschend dieses Projekt auch sein mag, so bizarr die Auswahl der Lieder, so leidenschaftlich drückt Patti Smith dem Material ihren intimen Stempel auf. Egal, ob sie sich mal singend, mal mehr sprechend Jimi Hendrix, Neil Young, die Rolling Stones, Doors oder Bob Dylan vornimmt, Stevie Wonder aus dem Soul-Kontext reißt, ob sie Tears For Fears (!) modelliert oder auf schon fast magische Weise Nirvanas ?Smells Like Teen Spirit? in ein düsteres Akustik-Folk-Stück umbaut: Die neuen Arrangements der im Dezember 1946 geborenen Frau befinden sich immer auf Augenhöhe mit den Originalen. Nebenbei gelingt ihr das Kunststück, die auf den ersten Blick nicht kompatiblen Songs mit einem roten Faden zu verbinden. Die Gründe, warum sie gerade diese zwölf Stücke fürTwelveauswählte, erklärt Patti Smith ausführlich im Booklet. Wenn covern, dann bitte so!--Sven Niechziol

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