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| Zeit des Verschwindens [Restexemplar] (Gebundene Ausgabe) von John von Düffel
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| Rezensionen: | | Es ist ein Buch, das auf sehr zarte Weise anrührt und letztlich im Innersten weh tut, aber auch eine große Portion Hoffnung und Kraft ausstrahlt. Für zwei Menschen wird der Leser zum intimen Zuhörer. Zwei Menschen, die ihre ganz eigene Lebensgeschichte aufblättern: Ein Mann, der nach langer Zeit der Trennung seinen Sohn Philipp an dessen Geburtstag besuchen will und eine Frau, Christina, deren Schwester Lena bei einem Unfall stirbt. Beide Lebenswege treffen in einem sich schicksalhaft zuspitzenden (aber nicht ganz nachvollziehbaren und etwas zu theatralischen) Schluss aufeinander.
Philipps Vater und Christina leben in Beziehungen, in denen es vor lauter zugeschüttetem Alltag so laut kriselt, dass es schon niemand mehr hört. Rechtfertigungsdruck, Angst, Misstrauen, Enttäuschung, unerfüllte Sehnsüchte und so schrecklich viel Unausgesprochenes drängen zum Abschied, zum "Verschwinden" eben. In Beziehungen wird alles mit der Zeit "selbstverständlich" und "damit irgendwie wertlos", sagt Christina und Philipps Vater, der glaubt, "ein Experte in Sachen Abschied" zu sein, sagt, es gebe über jeden Menschen einen Satz, der ihn zerstöre und hat Angst, vor Schwäche, seiner Sehnsucht, der Liebe.
In feinfühliger, zärtlicher Weise lässt John von Düffel seine beiden Figuren spüren, um wieviel stärker und unausweichlicher ihr Leben noch bestimmt wird von Philipp und Lena. Vater und Sohn hier, die Geschwister dort. Die intensiven und dichten Gedankenbilder, die behutsame und vorsichtige emotionale Auseinandersetzung sind von Düffel in ihrer eindringlichen Art ausgezeichnet gelungen. Wie schon in seinem erfolgreichen RomanVom Wasserspart er auch hier mit wörtlicher Rede, aber leise Gedanken, heimliche Wünsche, Träume und Sehnsüchte sind klarer und lauter, als jede wörtliche Rede sein könnte.
In einem Interview sagte von Düffel, der als Dramaturg am Schauspielhaus in Bonn arbeitet, ihn fasziniere am Roman die "Verfügbarkeit der Zeit" im Gegensatz zum Theater, wo der Augenblick, die Gegenwart bestimmend seien. Diese Aussage lässt im RomanZeit des Verschwindenskeinen Zweifel.--Barbara Wegmann
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|  | | Vom Wasser. von John von Düffel Hotel Angst. von John von Düffel Houwelandt. von John von Düffel Schwimmen. von John von Düffel
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