Black Ivory Soul
von Various


 
Rezensionen:
Einige Jahre nachOremikommt Afrikas Hohepriesterin des R&B mit einem Album, das fast schon wie eine höchst wunderbare Kehrtwende klingt. Angélique Kidjo hatte das maschinengetriebene und mit wummernden Beats gewürzteOremials den ersten Teil einer Trilogie angekündigt, als ihre Suche nach den Riten des Voodoo in Afrika und anderswo. Als Teil zwei war Brasilien angekündigt. Das Versprechen hat sie nun mitBlack Ivory Souleingelöst und damit auch gleich die Plattenfirma gewechselt.

Vom Chic des westlich gefärbten Afro-R&B hat sich Kidjo ohne Pauken und Trompeten verabschiedet und in Bahia eine neue Heimstatt gefunden. Sie schrieb neue Songs und traf sich dafür auch mit Stars vom Kaliber eines Carlinhos Brown sowie Vinicius Cantuaria. Statt sägender E-Gitarren dominieren akustische und afrikanisch-brasilianisch eingefärbte Gitarren, die Perkussion mixt Bahia und Benin, ein wenig Afrobeat gibt es auch. Produzent Bill Laswell beweist eine lockere Hand und verzichtet bis auf den Backgroundg-Gsang Angéliques auf Overdubs, was dem Album im Unterschied zu seinem Vorgänger eine schöne Vitalität verleiht. Sogar ein Gastauftritt von Dave Matthews auf "Iwoya" passt in das Konzept. Dass die Sängerin auch gelungene Cover-Versionen zu Songs von Gilberto Gil und Serge Gainsbourg liefert, rundet die Sache ab. Man darf auf den dritten Teil der Trilogie, der in Haiti, New Orleans und Kuba spielen soll, durchaus gespannt sein.--Uli Lemke

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